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Hautschutz

TRGS 401 Technische Regel für Gefahrstoffe
Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen


Merkblatt A023 (ehem. BGI 540) Hand- und Hautschutz

DGUV-I 250-005 (BGI 687) Verfahrensablauf beim Auftreten von Hauterkrankungen

Informationen zur richtigen Anwendung:

Anwendung von Desinfektionsprodukten:

Anwendung von Hautreinigungsprodukten:

Anwendung von Hautschutz- und Hautpflegeprodukten:


Videos zur Anwendung Fa. PGP Peter Greven Physioderm GmbH:

- Hautschutz mit System

- Schutz vor Schmutz

- Richtiges Händewaschen

- Richtiges Desinfizieren

- Richtiges Eincremen

- UV-Schutz im Beruf


Hintergrundinformationen:

BVH Bundesverband Handschutz e. V.

BAuA-Broschüre Schutzkomponenten bei solarer UV-Exposition

BG ETEM-Broschüre Hautschutz bei Tätigkeiten im Freien

BG ETEM-Lernmodul Hautschutz

Normen für Schutzhandschuhe - MAPA-Information




Heben und Tragen

LasthandhabV Lastenhandhabungsverordnung

§ 1 Anwendungsbereich:

(1) Diese Verordnung gilt für die manuelle Handhabung von Lasten, die aufgrund ihrer Merkmale oder ungünstiger ergonomischer Bedingungen für die Beschäftigten eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit, insbesondere der Lendenwirbelsäule, mit sich bringt.

(2) Manuelle Handhabung im Sinne dieser Verordnung ist jedes Befördern oder Abstützen einer Last durch menschliche Kraft, unter anderem das Heben, Absetzen, Schieben, Ziehen, Tragen oder Bewegen einer Last.

§ 2 Maßnahmen:

(1) Der Arbeitgeber hat unter Zugrundelegung des Anhangs geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen oder geeignete Arbeitsmittel, insbesondere mechanische Ausrüstungen, einzusetzen, um manuelle Handhabungen von Lasten, die für die Beschäftigten eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit, insbesondere der Lendenwirbelsäule mit sich bringen, zu vermeiden.

(2) Können diese manuellen Handhabungen von Lasten nicht vermieden werden, hat der Arbeitgeber bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes die Arbeitsbedingungen insbesondere unter Zugrundelegung des Anhangs zu beurteilen. Aufgrund der Beurteilung hat der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zu treffen, damit eine Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten möglichst gering gehalten wird.


DGUV-I 208-006 (BGI 582) Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und Lagerarbeiten

2.2 Wieviel darf ein Mensch heben?

Hinweis: Das Kapitel 2.2 gibt Hilfestellung zur Ermittlung der individuellen zumutbaren Belastung eines Menschen.


DGUV-I 208-033 (BGI 7011) Belastungen für den Rücken und Gelenke – was geht mich das an?

Hinweis: Diese Informationsschrift gibt Hilfestellung bei der Gefährdungsbeurteilung und beeinhaltet u. a. eine Muster-Betriebsanweisung.


BG ETEM Info-Seite "Heben und Tragen"

BG ETEM-Lernmodul "Heben und Tragen"




Helmpflicht

StVO Straßenverkehrs-Ordnung

§ 21a Sicherheitsgurte, Schutzhelme:

(2) Wer Krafträder oder offene drei- oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Dies gilt nicht, wenn vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind.


Helmpflicht auf Bau- und Montagestellen

DGUV-R 112-193 (BGR 193) Benutzung von Kopfschutz

3.1.2 Bewertung:

Lassen sich die nach Abschnitt 3.1.1 ermittelten Gefährdungen nicht durch technische oder organisatorische Maßnahmen beseitigen, muss den Versicherten nach § 29 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1) geeigneter Kopfschutz zur Verfügung gestellt und von diesen nach § 30 der vorstehend genannten Unfallverhütungsvorschrift benutzt werden.

Fazit: Sobald eine Gefährdung durch herabfallende, pendelnde, umfallende oder wegfliegende Gegenstände oder durch Anstoßen mit dem Kopf an Gegenstände besteht, muss ein Industrieschutzhelm nach EN 397 getragen werden. >> Siehe Baustein E 602 der BG BAU.
Dies gilt insbesondere für den Kranbetrieb! Eine Anstoßkappe ist kein Helmersatz, da diese nur vor dem Anstoßen mit dem Kopf schützt.


Achtung: Wenn Beschäftigte gegen § 30 (2) der DGUV Vorschrift 1 verstoßen, kann dies als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden! (Die Versicherten haben die persönlichen Schutzausrüstungen bestimmungsgemäß zu benutzen, regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen und festgestellte Mängel dem Unternehmer unverzüglich zu melden.)


Informationen zur Haltbarkeit von Industrieschutzhelmen:

Schutzhelme bestehen aus Kunststoffen und die altern und werden spröde. Ursachen dafür sind vor allem UV-Strahlung, Witterungseinflüsse und mechanische Beanspruchungen. Die am Bau überwiegend eingesetzten Schutzhelme aus thermoplastischen Kunststoffen sollten daher bei regelmäßiger und dauerhafter Nutzung alle vier Jahre ausgetauscht werden.

Wie alt ein Helm ist, erkennt man am Herstellungsdatum, das zusammen mit den Angaben zum Hersteller, Typ, Größe und Werkstoff zur Kennzeichnung des Helmes gehört. Diese befindet sich meist an der Unterseite des Helmschildes. Besteht ein Schutzhelm aus thermoplastischem Kunststoff, so ist er mit PE, PC, ABS, HDPE oder auch mit PP, PP-GF, PC-GF gekennzeichnet. Industrieschutzhelme aus duroplastischem Kunststoff sind mit PF-SF und UP-GF gekennzeichnet und müssen erst nach acht Jahren ständigen Gebrauchs ausgetauscht werden.

Ein Austausch kann aber auch schon vorher erforderlich werden: Nach einem harten Schlag sollte der Schutzhelm sofort ersetzt werden, so die BG BAU. Denn die Stabilität kann schon durch eine nicht sichtbare Veränderung der Molekularstruktur des Kunststoffes oder einen nicht sichtbaren Haarriss eingeschränkt sein. Erst recht der Fall ist das natürlich bei einem sichtbaren Riss im Helm.

Quelle: BG BAU Pressemeldung "kein Lebenslänglich für Schutzhelme"




Hitzearbeit

ASR A4.1 Sanitärräume

7 Umkleideräume

7.2 Bereitstellung:

(5) Umkleideräume für Beschäftigte, die an Hitzearbeitsplätzen beschäftigt sind, müssen an die Arbeitsräume angrenzen, soweit nicht auf andere Weise (z. B. beheizte Verkehrswege) sichergestellt ist, dass die Beschäftigten keiner Erkältungsgefahr ausgesetzt sind. Die Entfernung zwischen einem Umkleideraum und den Hitzearbeitsplätzen soll nach Möglichkeit 100 m nicht überschreiten. Der Umkleideraum darf dabei nicht weiter als eine Etage entfernt sein.


DGUV-I 213-002 (BGI 579) Hitzearbeit; erkennen - beurteilen - schützen


DGUV-I 213-022 (BGI 7002) Beurteilung von Hitzearbeit


DGUV-I 204-037 Erste Hilfe Karte Akute Hitzeerkrankungen




Holzmaste

DGUV-I 203-046 (BGI 5136) Umgang mit Holzmasten

5.1 Einsatz von Hubarbeitsbühnen:

Der Unternehmer prüft im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung, ob durch den Einsatz von Hubarbeitsbühnen die mit dem Besteigen von und Arbeiten auf Holzmasten verbundenen Gefährdungen vermindert werden können.

Der Einsatz von Hubarbeitsbühnen empfiehlt sich insbesondere bei Arbeiten an Holzmasten mit nicht ausreichender/nachgewiesener Standsicherheit.

5.4 Beurteilung der Standsicherheit von Holzmasten:

[...] Neuwertig sind Maste, die nicht älter als zwei Jahre und nicht länger als drei Monate eingebaut sind. Das Alter eines Holzmastes kann i. d. R. aus der bei der Imprägnierung angebrachten Kennzeichnung festgestellt werden. [...]

5.7 Auswahl und Einsatz persönlicher Schutzausrüstungen gegen Absturz:

[...] Der Einsatz von Haltegurten beim Besteigen von und Arbeiten auf Holzmasten ist nicht zulässig, da der Schutz der Beschäftigten gegen Absturz nicht sichergestellt ist.

Haltegurte sind ausschließlich zur Arbeitsplatzpositionierung und zum Rückhalten von Personen geeignet. Sie eignen sich nicht zur Rettung einer Person vom Holzmast. Eine Personenrettung durch Abseilen vom Mast wird durch die Verwendung von Auffanggurten wesentlich vereinfacht. [...]

Hinweis: Für 2017 ist eine Überarbeitung, insbesondere zur Definition der Neuwertigkeit, geplant!




Hubarbeitsbühne

DGUV-R 100-500 (BGR 500) DGUV-Regel Betreiben von Arbeitsmitteln

Kap. 2.10 Betreiben von Hebebühnen:


2.1 Beschäftigungsbeschränkung:

Mit der selbstständigen Bedienung von Hebebühnen dürfen nur Personen beschäftigt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, in der Bedienung der Hebebühne unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen haben. Sie müssen vom Unternehmer ausdrücklich mit dem Bedienen der Hebebühne beauftragt sein. Der Auftrag zum Bedienen von Hubarbeitsbühnen muss schriftlich erteilt werden.

2.5 Einsatz von Hubarbeitsbühnen an oder in der Nähe ungeschützter elektrischer Anlagen:

2.5.3 Werden von Hubarbeitsbühnen aus Arbeiten an oder in der Nähe von ungeschützten aktiven Teilen elektrischer Anlagen ausgeführt, müssen sich mindestens zwei Personen auf der Arbeitsbühne aufhalten. Dies gilt nicht für Arbeiten geringen Umfanges, z. B. die Überwachung von Leuchten oder die Untersuchung von Oberleitungen.

2.9.1 Regelmäßige Prüfungen:

Hebebühnen sind nach der ersten Inbetriebnahme in Abständen von längstens einem Jahr durch einen Sachkundigen prüfen zu lassen.


DGUV-G 308-008 (BGG 966) DGUV-Grundsatz
Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen


2 Anforderungen:

Mindestalter 18 Jahre.
Im Rahmen der Berufsausbildung dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nur Hubarbeitsbühnen bedienen, wenn dies unter fachlicher Aufsicht erfolgt und der Jugendliche entsprechend dieses Grundsatzes ausgebildet ist. Dabei sollte der Aufsicht Führende schriftlich festgelegt sein.

Körperliche Eignung.
Sie wird zweckmäßigerweise durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt. Insbesondere wird Wert gelegt auf ausreichende Sehschärfe, seitliches Gesichtsfeld, räumliches Sehen, Hörvermögen, körperliche Beweglichkeit, gute Reaktionsfähigkeit.

Zur Beurteilung der körperlichen Eignung geben die Berufsgenossenschaftlichen Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ sowie G 41 „Arbeiten mit Absturzgefahr“ wichtige Anhaltspunkte.

Geistige und charakterliche Eignung.

Anmerkung: Mit der ArbMedVV-Novelle 2013 wurde der Begriff "Untersuchung" durch "Vorsorge" ersetzt.


DGUV-G  308-002 (BGG 945) DGUV-Grundsatz Prüfung von Hebebühnen

Der DGUV-Grundsatz beschreibt verschiedene Arten von Prüfungen:

- Sachverständigenprüfung vor der ersten Inbetriebnahme (Hersteller)

- Abnahme durch Sachkundigen vor der ersten Inbetriebnahme (Betreiber)

- außerordentliche Sachverständigenprüfung nach Änderungen / Reparaturen (Betreiber)

- jährliche Sachkundigenprüfung nach Anhang 4 (Betreiber)

4.5.4 Die Prüfergebnisse für Hebebühnen sind für die jeweilige Hebebühne wie folgt zu dokumentieren:

1. Alle Angaben und Unterlagen zur Identität und Betriebsweise der Hebebühne.

2. Die vom Prüfer bescheinigten Ergebnisse der Vor-, Bau- und Abnahmeprüfung, die Bescheinigung über die Bauartprüfung bzw. Konformitätserklärung.

3. Die vom Prüfer bescheinigten Ergebnisse der wiederkehrenden Prüfungen.

4. Die Kenntnisnahme des Prüfergebnisses sowie die Behebung der bei den regelmäßigen und außerordentlichen Prüfungen festgestellten Mängel ist vom Betreiber oder seinem Beauftragten mit Angabe des Datums im Prüfnachweis zu bestätigen.


DGUV-I 208-019 (BGI 720) Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen:

6.4 Aussteigen im angehobenen Zustand:

...Sollte ein Aussteigen unabdingbar sein und der Einsatz anderer Sicherungsmaßnahmen ein höheres Absturzrisiko mit sich bringen, kann dies in begründeten Ausnahmesituationen unter bestimmten Voraussetzungen zulässig sein.

Dieser begründete Einzelfall muss unter Berücksichtigung der zusätzlichen Absturz- und Quetschgefahr in einer am Einsatzort vorliegenden, gesonderten Gefährdungsbeurteilung eingearbeitet sein...

Siehe hierzu auch die Handlungsanleitung "Aus- und Übersteigen aus Arbeitsbühnen und Arbeitskörben" der Internationalen Fachgruppe "Absturzsicherung" (D-A-CH-S).

9. Persönliche Schutzausrüstungen:

PSA gegen Absturz (Auffangsystem)

Das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz in Hubarbeitsbühnen wird verpflichtend, wenn die Gefährdungsbeurteilung (Peitscheneffekt) und/oder die Betriebsanleitung des Hubarbeitsbühnenherstellers dies als notwendige Maßnahme vorgibt oder der Bauherr auf seiner Baustelle die Benutzung der PSA gegen Absturz in einer Baustellenordnung festlegt.


Videos zu Hubarbeitsbühnen finden Sie hier.

Poster der IPAF zu Hubarbeitsbühnen finden Sie hier.




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