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Handel

DGUV-R 108-007 (BGR 234) Lagereinrichtungen und -geräte

DGUV-R 108-601 Branche Einzelhandel

DGUV-R 108-602 Branche Schrotthandel

DGUV-I 208-048 Sicherung palettierter Ladeeinheiten


Weiterführende Informationen:

Sachgebiet "Intralogistik und Handel" im Fachbereich "Handel und Logistik" der DGUV

BGHW Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik


Siehe auch >> Flurförderzeuge, Lagereinrichtungen und -geräte, Lagerung von Gefahrstoffen, Regalprüfung,




Handwerkzeuge

BetrSichV Betriebssicherheitsverordnung

§ 5 Anforderungen an die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel:

(1) Der Arbeitgeber darf nur solche Arbeitsmittel zur Verfügung stellen und verwenden lassen, die unter Berücksichtigung der vorgesehenen Einsatzbedingungen bei der Verwendung sicher sind. Die Arbeitsmittel müssen

1. für die Art der auszuführenden Arbeiten geeignet sein,

2. den gegebenen Einsatzbedingungen und den vorhersehbaren Beanspruchungen angepasst sein

und

3. über die erforderlichen sicherheitsrelevanten Ausrüstungen verfügen,

sodass eine Gefährdung durch ihre Verwendung so gering wie möglich gehalten wird. Kann durch Maßnahmen nach den Sätzen 1 und 2 die Sicherheit und Gesundheit nicht gewährleistet werden, so hat der Arbeitgeber andere geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen, um die Gefährdung so weit wie möglich zu reduzieren.

(2) Der Arbeitgeber darf Arbeitsmittel nicht zur Verfügung stellen und verwenden lassen, wenn sie Mängel aufweisen, welche die sichere Verwendung beeinträchtigen.

(3) Der Arbeitgeber darf nur solche Arbeitsmittel zur Verfügung stellen und verwenden lassen, die den für sie geltenden Rechtsvorschriften über Sicherheit und Gesundheitsschutz entsprechen. Zu diesen Rechtsvorschriften gehören neben den Vorschriften dieser Verordnung insbesondere Rechtsvorschriften, mit denen Gemeinschaftsrichtlinien in deutsches Recht umgesetzt wurden und die für die Arbeitsmittel zum Zeitpunkt des Bereitstellens auf dem Markt gelten. Arbeitsmittel, die der Arbeitgeber für eigene Zwecke selbst hergestellt hat, müssen den grundlegenden Sicherheitsanforderungen der anzuwendenden Gemeinschaftsrichtlinien entsprechen. Den formalen Anforderungen dieser Richtlinien brauchen sie nicht zu entsprechen, es sei denn, es ist in der jeweiligen Richtlinie ausdrücklich anders bestimmt.

(4) Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Beschäftigte nur die Arbeitsmittel verwenden, die er ihnen zur Verfügung gestellt hat oder deren Verwendung er ihnen ausdrücklich gestattet hat.

§ 7 Vereinfachte Vorgehensweise bei der Verwendung von Arbeitsmitteln:

(1) Der Arbeitgeber kann auf weitere Maßnahmen nach den §§ 8 und 9 verzichten, wenn sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass

1. die Arbeitsmittel mindestens den sicherheitstechnischen Anforderungen der für sie zum Zeitpunkt der Verwendung geltenden Rechtsvorschriften zum Bereitstellen von Arbeitsmitteln auf dem Markt entsprechen,

2. die Arbeitsmittel ausschließlich bestimmungsgemäß entsprechend den Vorgaben des Herstellers verwendet werden,

3. keine zusätzlichen Gefährdungen der Beschäftigten unter Berücksichtigung der Arbeitsumgebung, der Arbeitsgegenstände, der Arbeitsabläufe sowie der Dauer und der zeitlichen Lage der Arbeitszeit auftreten und

4. Instandhaltungsmaßnahmen nach § 10 getroffen und Prüfungen nach § 14 durchgeführt werden.

(2) Absatz 1 gilt nicht für überwachungsbedürftige Anlagen und die in Anhang 3 genannten Arbeitsmittel.


TRBS 1111 Gefährdungsbeurteilung

Anhang 2 Empfehlungen gemäß § 21 Absatz 6 Nummer 2 BetrSichV für die Dokumentation der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung anhand von ausgewählten Beispielen

Hinweis: Der Anhang 2 enthält viele Beispiele für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung für Arbeitsmittel (vom einfachen Handwerkzeug bis zur überwachungsbedürftigen Anlage).


DGUV-I 209-001 (BGI 533) Sicherheit beim Arbeiten mit Handwerkzeugen


Siehe auch >> Arbeitsmittel, Bestimmungsgemäße Benutzung, Betriebsanweisung, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Verwendung von Arbeitsmitteln




Hautschutz

ArbMedVV Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

Anhang Arbeitsmedizinische Pflicht- und Angebotsvorsorge

Teil 3 Tätigkeiten mit physikalischen Einwirkungen

(2) Angebotsvorsorge bei:

5. Tätigkeiten im Freien mit intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung von regelmäßig einer Stunde oder mehr je Tag. Der Arbeitgeber hat Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen, durch die die Belastung durch natürliche UV-Strahlung möglichst gering gehalten wird.

Hinweis: Das Bundeskabinett hat am 15.05.2019 die Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge beschlossen. Ziel ist es, arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen durch natürliche UV-Strahlung zu vermeiden oder zu minimieren und die hohe Zahl an Berufskrankheiten mit Hilfe von präventiven Maßnahmen zu reduzieren.
(Quelle: BMAS)
Nachtrag: Diese Änderung ist am 18.07.2019 in Kraft getreten (BGBl. I S. 1082 vom 17. Juli 2019)
>> BMAS-Info vom 18.07.2019


KosmetikV Kosmetikverordnung

Hinweis: Betriebliche Hautschutzmittel sind weder Medizinprodukte, noch Arzneimittel.


Verordnung (EU) Nr. 655/2013 der Kommission vom 10. Juli 2013 zur Festlegung gemeinsamer Kriterien zur Begründung von Werbeaussagen im Zusammenhang mit kosmetischen Mitteln


TRGS 401 Technische Regel für Gefahrstoffe
Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen



Merkblatt A023 (ehem. BGI 540) Hand- und Hautschutz


Aushang S040 Handhygiene


DGUV-I 203-085 Arbeiten unter der Sonne


DGUV-I 209-022 (BGI 658) Hautschutz in Metallbetrieben


DGUV-I 212-014 (GUV-I 8516) Hautschutz


DGUV-I 212-015 (GUV-I 8559) Hautkrankheiten und Hautschutz


DGUV-I 212-017 (BGI 8620) Auswahl, Bereitstellung und Benutzung von beruflichen Hautmitteln


DGUV-I 250-005 (BGI 687) Verfahrensablauf beim Auftreten von Hauterkrankungen


Informationen zur richtigen Anwendung:

Anwendung von Desinfektionsprodukten:

Anwendung von Hautreinigungsprodukten:

Anwendung von Hautschutz- und Hautpflegeprodukten:

Anwendung von UV-Schutzprodukten:

PGP Hautschutzplan-Konfigurator

Videos zur Anwendung Fa. PGP Peter Greven Physioderm GmbH:

- Hautschutz mit System

- Schutz vor Schmutz

- Richtiges Händewaschen

- Richtiges Desinfizieren

- Richtiges Eincremen

- UV-Schutz im Beruf


Hintergrundinformationen:

AUVA-Broschüre Gesunde Haut - Auswahl von beruflichen Hautmitteln

BVH Bundesverband Handschutz e. V.

BAuA-Broschüre Schutzkomponenten bei solarer UV-Exposition

BG BAU Bauwetter - App

BG BAU Baustein D 505-1 Sonnenschutz bei Bauarbeiten

BG BAU-Broschüre Hautschutz bei der Arbeit

BG ETEM Onlineportal Hand- und Hautschutz

BG ETEM-Broschüre Hautschutz bei Tätigkeiten im Freien

BG ETEM-Lernmodul Hautschutz

BG ETEM Themenseite Sonnenstrahlung

Normen für Schutzhandschuhe - MAPA-Information

Physioderm-Broschüre "UV-Schutz am Arbeitsplatz"


Siehe auch >> Arbeitsmedizinische Vorsorge




Heben und Tragen

LasthandhabV Lastenhandhabungsverordnung

§ 1 Anwendungsbereich:

(1) Diese Verordnung gilt für die manuelle Handhabung von Lasten, die aufgrund ihrer Merkmale oder ungünstiger ergonomischer Bedingungen für die Beschäftigten eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit, insbesondere der Lendenwirbelsäule, mit sich bringt.

(2) Manuelle Handhabung im Sinne dieser Verordnung ist jedes Befördern oder Abstützen einer Last durch menschliche Kraft, unter anderem das Heben, Absetzen, Schieben, Ziehen, Tragen oder Bewegen einer Last.

§ 2 Maßnahmen:

(1) Der Arbeitgeber hat unter Zugrundelegung des Anhangs geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen oder geeignete Arbeitsmittel, insbesondere mechanische Ausrüstungen, einzusetzen, um manuelle Handhabungen von Lasten, die für die Beschäftigten eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit, insbesondere der Lendenwirbelsäule mit sich bringen, zu vermeiden.

(2) Können diese manuellen Handhabungen von Lasten nicht vermieden werden, hat der Arbeitgeber bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes die Arbeitsbedingungen insbesondere unter Zugrundelegung des Anhangs zu beurteilen. Aufgrund der Beurteilung hat der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zu treffen, damit eine Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten möglichst gering gehalten wird.


DGUV-I 208-006 (BGI 582) Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und Lagerarbeiten

2.2 Wieviel darf ein Mensch heben?

Hinweis: Das Kapitel 2.2 gibt Hilfestellung zur Ermittlung der individuellen zumutbaren Belastung eines Menschen.


DGUV-I 208-033 (BGI 7011) Belastungen für den Rücken und Gelenke – was geht mich das an?

Hinweis: Diese Informationsschrift gibt Hilfestellung bei der Gefährdungsbeurteilung und beeinhaltet u. a. eine Muster-Betriebsanweisung.


BG ETEM Info-Seite "Heben und Tragen"

BG ETEM-Lernmodul "Heben und Tragen"

GDA Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen MSE




Helmpflicht

StVO Straßenverkehrs-Ordnung

§ 21a Sicherheitsgurte, Schutzhelme:

(2) Wer Krafträder oder offene drei- oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Dies gilt nicht, wenn vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind.


Helmpflicht auf Bau- und Montagestellen

DGUV-R 112-193 (BGR 193) Benutzung von Kopfschutz

3.1.2 Bewertung:

Lassen sich die nach Abschnitt 3.1.1 ermittelten Gefährdungen nicht durch technische oder organisatorische Maßnahmen beseitigen, muss den Versicherten nach § 29 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1) geeigneter Kopfschutz zur Verfügung gestellt und von diesen nach § 30 der vorstehend genannten Unfallverhütungsvorschrift benutzt werden.

Fazit: Sobald eine Gefährdung durch herabfallende, pendelnde, umfallende oder wegfliegende Gegenstände oder durch Anstoßen mit dem Kopf an Gegenstände besteht, muss ein Industrieschutzhelm nach EN 397 getragen werden. >> Siehe Baustein E 602 der BG BAU.
Dies gilt insbesondere für den Kranbetrieb! Eine Anstoßkappe ist kein Helmersatz, da diese nur vor dem Anstoßen mit dem Kopf schützt.


Achtung: Wenn Beschäftigte gegen § 30 (2) der DGUV Vorschrift 1 verstoßen, kann dies als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden! (Die Versicherten haben die persönlichen Schutzausrüstungen bestimmungsgemäß zu benutzen, regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen und festgestellte Mängel dem Unternehmer unverzüglich zu melden.)


Informationen zur Haltbarkeit von Industrieschutzhelmen:

Schutzhelme bestehen aus Kunststoffen und die altern und werden spröde. Ursachen dafür sind vor allem UV-Strahlung, Witterungseinflüsse und mechanische Beanspruchungen. Die am Bau überwiegend eingesetzten Schutzhelme aus thermoplastischen Kunststoffen sollten daher bei regelmäßiger und dauerhafter Nutzung alle vier Jahre ausgetauscht werden.

Wie alt ein Helm ist, erkennt man am Herstellungsdatum, das zusammen mit den Angaben zum Hersteller, Typ, Größe und Werkstoff zur Kennzeichnung des Helmes gehört. Diese befindet sich meist an der Unterseite des Helmschildes. Besteht ein Schutzhelm aus thermoplastischem Kunststoff, so ist er mit PE, PC, ABS, HDPE oder auch mit PP, PP-GF, PC-GF gekennzeichnet. Industrieschutzhelme aus duroplastischem Kunststoff sind mit PF-SF und UP-GF gekennzeichnet und müssen erst nach acht Jahren ständigen Gebrauchs ausgetauscht werden.

Ein Austausch kann aber auch schon vorher erforderlich werden: Nach einem harten Schlag sollte der Schutzhelm sofort ersetzt werden, so die BG BAU. Denn die Stabilität kann schon durch eine nicht sichtbare Veränderung der Molekularstruktur des Kunststoffes oder einen nicht sichtbaren Haarriss eingeschränkt sein. Erst recht der Fall ist das natürlich bei einem sichtbaren Riss im Helm.

Quelle: BG BAU Pressemeldung "kein Lebenslänglich für Schutzhelme"


DGUV-Informationen:

Gebrauchsdauer von Industrieschutzhelmen

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Sachgebiet Kopfschutz


Siehe auch >> Persönliche Schutzausrüstung (PSA)




Hitzearbeit

ASR A4.1 Sanitärräume

7 Umkleideräume

7.2 Bereitstellung:

(5) Umkleideräume für Beschäftigte, die an Hitzearbeitsplätzen beschäftigt sind, müssen an die Arbeitsräume angrenzen, soweit nicht auf andere Weise (z. B. beheizte Verkehrswege) sichergestellt ist, dass die Beschäftigten keiner Erkältungsgefahr ausgesetzt sind. Die Entfernung zwischen einem Umkleideraum und den Hitzearbeitsplätzen soll nach Möglichkeit 100 m nicht überschreiten. Der Umkleideraum darf dabei nicht weiter als eine Etage entfernt sein.


DGUV-I 213-002 (BGI 579) Hitzearbeit; erkennen - beurteilen - schützen


DGUV-I 213-022 (BGI 7002) Beurteilung von Hitzearbeit


DGUV-I 204-037 Erste Hilfe Karte Akute Hitzeerkrankungen




Holzbearbeitung

TRGS 553 Holzstaub

DGUV-R 109-606 Branche Tischler- und Schreinerhandwerk

DGUV-I 209-031 (BGI 725) Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Schreinereien/Tischlereien

DGUV-I 209-044 (BGI 739-1) Holzstaub


Sachgebiet "Holzbe- und verarbeitung" im Fachbereich "Holz und Metall" der DGUV




Holzmaste

DGUV-I 203-046 (BGI 5136) Umgang mit Holzmasten

5.1 Einsatz von Hubarbeitsbühnen:

Der Unternehmer prüft im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung, ob durch den Einsatz von Hubarbeitsbühnen die mit dem Besteigen von und Arbeiten auf Holzmasten verbundenen Gefährdungen vermindert werden können.

Der Einsatz von Hubarbeitsbühnen empfiehlt sich insbesondere bei Arbeiten an Holzmasten mit nicht ausreichender/nachgewiesener Standsicherheit.

5.4 Beurteilung der Standsicherheit von Holzmasten:

[...] Neuwertig sind Maste, die nicht älter als zwei Jahre und nicht länger als drei Monate eingebaut sind. Das Alter eines Holzmastes kann i. d. R. aus der bei der Imprägnierung angebrachten Kennzeichnung festgestellt werden. [...]

5.7 Auswahl und Einsatz persönlicher Schutzausrüstungen gegen Absturz:

[...] Der Einsatz von Haltegurten beim Besteigen von und Arbeiten auf Holzmasten ist nicht zulässig, da der Schutz der Beschäftigten gegen Absturz nicht sichergestellt ist.

Haltegurte sind ausschließlich zur Arbeitsplatzpositionierung und zum Rückhalten von Personen geeignet. Sie eignen sich nicht zur Rettung einer Person vom Holzmast. Eine Personenrettung durch Abseilen vom Mast wird durch die Verwendung von Auffanggurten wesentlich vereinfacht. [...]

Hinweis: Für 2017 war eine Überarbeitung, insbesondere zur Definition der Neuwertigkeit, geplant! Die Veröffentlichung steht noch aus (Stand 12.04.2019).




Hubarbeitsbühne

DGUV-R 100-500 (BGR 500) DGUV-Regel Betreiben von Arbeitsmitteln

Kap. 2.10 Betreiben von Hebebühnen:


2.1 Beschäftigungsbeschränkung:

Mit der selbstständigen Bedienung von Hebebühnen dürfen nur Personen beschäftigt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, in der Bedienung der Hebebühne unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen haben. Sie müssen vom Unternehmer ausdrücklich mit dem Bedienen der Hebebühne beauftragt sein. Der Auftrag zum Bedienen von Hubarbeitsbühnen muss schriftlich erteilt werden.

2.5 Einsatz von Hubarbeitsbühnen an oder in der Nähe ungeschützter elektrischer Anlagen:

2.5.3 Werden von Hubarbeitsbühnen aus Arbeiten an oder in der Nähe von ungeschützten aktiven Teilen elektrischer Anlagen ausgeführt, müssen sich mindestens zwei Personen auf der Arbeitsbühne aufhalten. Dies gilt nicht für Arbeiten geringen Umfanges, z. B. die Überwachung von Leuchten oder die Untersuchung von Oberleitungen.

2.9.1 Regelmäßige Prüfungen:

Hebebühnen sind nach der ersten Inbetriebnahme in Abständen von längstens einem Jahr durch einen Sachkundigen prüfen zu lassen.


DGUV-G 308-008 (BGG 966) DGUV-Grundsatz
Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen


2 Anforderungen:

Mindestalter 18 Jahre.
Im Rahmen der Berufsausbildung dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nur Hubarbeitsbühnen bedienen, wenn dies unter fachlicher Aufsicht erfolgt und der Jugendliche entsprechend dieses Grundsatzes ausgebildet ist. Dabei sollte der Aufsicht Führende schriftlich festgelegt sein.

Körperliche Eignung.
Sie wird zweckmäßigerweise durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt. Insbesondere wird Wert gelegt auf ausreichende Sehschärfe, seitliches Gesichtsfeld, räumliches Sehen, Hörvermögen, körperliche Beweglichkeit, gute Reaktionsfähigkeit.

Zur Beurteilung der körperlichen Eignung geben die Berufsgenossenschaftlichen Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ sowie G 41 „Arbeiten mit Absturzgefahr“ wichtige Anhaltspunkte.

Geistige und charakterliche Eignung.

Anmerkung: Mit der ArbMedVV-Novelle 2013 wurde der Begriff "Untersuchung" durch "Vorsorge" ersetzt.


DGUV-G  308-002 (BGG 945) DGUV-Grundsatz Prüfung von Hebebühnen

Der DGUV-Grundsatz beschreibt verschiedene Arten von Prüfungen:

- Sachverständigenprüfung vor der ersten Inbetriebnahme (Hersteller)

- Abnahme durch Sachkundigen vor der ersten Inbetriebnahme (Betreiber)

- außerordentliche Sachverständigenprüfung nach Änderungen / Reparaturen (Betreiber)

- jährliche Sachkundigenprüfung nach Anhang 4 (Betreiber)

4.5.4 Die Prüfergebnisse für Hebebühnen sind für die jeweilige Hebebühne wie folgt zu dokumentieren:

1. Alle Angaben und Unterlagen zur Identität und Betriebsweise der Hebebühne.

2. Die vom Prüfer bescheinigten Ergebnisse der Vor-, Bau- und Abnahmeprüfung, die Bescheinigung über die Bauartprüfung bzw. Konformitätserklärung.

3. Die vom Prüfer bescheinigten Ergebnisse der wiederkehrenden Prüfungen.

4. Die Kenntnisnahme des Prüfergebnisses sowie die Behebung der bei den regelmäßigen und außerordentlichen Prüfungen festgestellten Mängel ist vom Betreiber oder seinem Beauftragten mit Angabe des Datums im Prüfnachweis zu bestätigen.


DGUV-I 208-019 (BGI 720) Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen:

6.4 Aussteigen im angehobenen Zustand:

...Sollte ein Aussteigen unabdingbar sein und der Einsatz anderer Sicherungsmaßnahmen ein höheres Absturzrisiko mit sich bringen, kann dies in begründeten Ausnahmesituationen unter bestimmten Voraussetzungen zulässig sein.

Dieser begründete Einzelfall muss unter Berücksichtigung der zusätzlichen Absturz- und Quetschgefahr in einer am Einsatzort vorliegenden, gesonderten Gefährdungsbeurteilung eingearbeitet sein...

Siehe hierzu auch die Handlungsanleitung "Aus- und Übersteigen aus Arbeitsbühnen und Arbeitskörben" der Internationalen Fachgruppe "Absturzsicherung" (D-A-CH-S).

9. Persönliche Schutzausrüstungen:

PSA gegen Absturz (Auffangsystem)

Das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz in Hubarbeitsbühnen wird verpflichtend, wenn die Gefährdungsbeurteilung (Peitscheneffekt) und/oder die Betriebsanleitung des Hubarbeitsbühnenherstellers dies als notwendige Maßnahme vorgibt oder der Bauherr auf seiner Baustelle die Benutzung der PSA gegen Absturz in einer Baustellenordnung festlegt.


TRGS 554 Abgase von Dieselmotoren


Videos zu Hubarbeitsbühnen finden Sie hier.

Poster der IPAF zu Hubarbeitsbühnen finden Sie hier.

Siehe auch >> Absturzsicherung




Hydraulik

DGUV-R 113-020 Hydraulik-Schlauchleitungen und Hydraulik-Flüssigkeiten
– Regeln für den sicheren Einsatz



DGUV-I 209-070 Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung




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